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Presseaussendung 3.4.2007 Cyber-Zwilling übernimmt Chataufgaben - Spagat zwischen realer und virtueller Welt immer schwierigerCybertwin chattet selbstständig Sydney/Hannover (pte/03.04.2007/12:48) - Ein australisches Start-up-Unternehmen hat eine neue Software vorgestellt, mit der sich ein virtueller Cyber-Zwilling http://www.mycybertwin.com erstellen lässt. Dieser kann mithilfe zugeteilter Eigenschaften individuell gestaltet werden und fortan als Online-Repräsentant für den Ersteller dienen. Einmal mit den entsprechenden Informationen gefüttert kann der virtuelle Twin unter anderem als Chat-Bot eingesetzt werden und mit anderen Usern auf Blogportalen, Datingseiten oder in anderen Community-Netzwerken online chatten, auch wenn der eigentliche User offline ist. Das Gesprächsprotokoll wird aufgezeichnet und kann vom Anwender zu einem späteren Zeitpunkt abgerufen werden. "Der Cyber-Twin kann mit Freunden sprechen, wenn man gerade schläft oder den Leuten sagen, wo die Party nächsten Samstag stattfindet. Man kann ihn auch als neugierige Ausgabe programmieren, der mehr über die Chat-Teilnehmer herausfindet", erklärt MyCyberTwin-CEO Liesl Capper. Neben der Auswahl aus fünf elementaren Persönlichkeitseinstellungen, die von "herzlich" bis "intellektuell" und "frech" reichen, kann das Online-Abbild auch mit standardmäßigen Fragen und Antworten gefüttert werden. Anstelle einer statischen Webseite, die häufig gestellte Fragen auflistet (FAQ), kann der Cyber-Twin automatisiert mit den Besuchern der Webseite interagieren und somit suggerieren, dass der Webauftritt 24 Stunden am Tag betreut wird. Zukünftig soll der eigene Cyberbot auch in virtuellen Welten wie Second Life eingesetzt werden können. "Es ist nur eine Frage der Zeit, bis derartige Online-Avatare die Grenzen im Internet überschreiten", meint Bert te Wildt, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie von der Medizinischen Hochschule Hannover http://www.mh-hannover.de , im pressetext-Interview. Der Virtual-Reality-Experte geht davon aus, dass ein einmal geschaffener Online-Avatar zukünftig in mehreren Web-Umgebungen wie verschiedenen Spielen, Foren oder Chat-Communities eingesetzt werden kann. Könne der virtuelle Repräsentant Applikations-überschreitend verwendet werden, wachse einerseits die Identifizierung des tatsächlichen Users mit dem geschaffenen Avatar. "Andererseits wird dadurch der Spagat zwischen der realen und virtuellen Welt immer schwieriger", ist te Wildt überzeugt. Wohin die Reise angesichts der Popularität von virtuellen Onlinewelten gehen werde, sei im Moment noch gar nicht abzuschätzen. "Tatsache ist jedenfalls, dass kein Medium die Welt so umkrempeln wird wie das Internet", glaubt te Wildt. Angesichts der steigenden Prominenz, die das Internet in unserem Leben einnimmt, will te Wildt vor allem auch die Frage in den Mittelpunkt rücken, was das Internet Positives und Gutes bewirken kann. "Ungeachtet einer Reihe positiver Aspekte muss man nüchtern festhalten, dass das Internet und derartige virtuelle Welten keine der essentiellen Problemstellungen dieser Welt lösen können. Weder der Kampf gegen den Hunger in der Welt, die Bevölkerungsexplosion sowie die Vereinsamung der Menschen spielen in der virtuellen Realität eine Rolle", so te Wildt gegenüber pressetext. Aussender: pressetext.austria - Redakteur: Martin Stepanek |