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Presseaussendung 20.5.2008
Virtuelle Realität dient realer Sicherheit
3D-Modellierung für eingebettete Systeme
Wie ein Modell: VR-Projekt will eingebettete Systeme zugänglich
darstellen
Kaiserslautern/Magdeburg (pte/20.05.2008/06:20) - Sicherheit und
Zuverlässigkeit realer Systeme sind zwei wesentliche Ziele eines
VR-Projekts (Virtual Reality), das Forscher an den Fraunhofer-Instituten
für Experimentelles Software Engineering (IESE)
http://www.iese.fraunhofer.de und für Fabrikbetrieb und -automatisierung
(IFF) http://www.iff.fraunhofer.de in Angriff nehmen. Virtuelle
3D-Modelle von eingebetteten Systemen - beispielsweise in der
Fahrzeugtechnik - sollen Ingenieuren helfen, komplexe Parameter optisch
zu erfassen und die Entwicklung zu erleichtern. Dadurch könnten
Ingenieure speziell die Sicherheit von Systemen optimieren.
"Verteilte, eingebettete Systeme sind oft sicherheitskritisch und
zugleich so komplex, dass Risiken und entsprechende Abhilfemaßnahmen nur
schwierig erkannt werden können", erklärt Peter Liggesmeyer,
Institutsleiter am Fraunhofer IESE, die Motivation für das Projekt. Es
soll Abhilfe schaffen, indem es eine virtuelle Darstellung der Systeme
und ihrer abstrakten Eigenschaften erlaubt. Statt komplizierte und wenig
anschauliche Berechnungen durchführen zu müssen, könnten Ingenieure dann
die Auswirkungen von Änderungen einzelner Parameter direkt im 3D-Modell
sehen. "Im Hintergrund müssen komplexe Berechnungen stattfinden", betont
Frank Seelisch vom IESE gegenüber pressetext. Ein Ingenieur müsste diese
aber nur noch einmal definieren. Dann könnte er mithilfe des VR-Modells
viel leichter als bisher vergleichen, wie sich verschiedene Entwürfe auf
sein System auswirken und dieses somit optimieren.
Im Rahmen des Projekts beschäftigen sich Wissenschaftler mit konkreten
Anwendungsszenarien. Dazu zählen die Fahrzeugtechnik - ein Schwerpunkt
am IESE - oder bei der Fabriks- und Produktionsplanung. In
Kaiserslautern (IESE) beschäftigen sich die Forscher dabei besonders mit
den Software-Anteilen eingebetteter Systeme, auf mechanischen und
elektrotechnischen Komponenten liegt der Fokus in Magdeburg (IFF).
Wirklich alle Arten von Komponenten eines komplexen Systems in einem
einzigen, umfassenden VR-Modell abzubilden, werde im Rahmen des
zweieinhalbjährigen Projekts vermutlich noch nicht gelingen, so
Seelisch. "Das ist und muss jedoch das Fernziel sein", betont der
Wissenschaftler jedoch. Gerade die Schnittstellen zwischen
verschiedenartigen Komponenten - etwa Mechanik und Elektronik - seien
häufig kritisch für die Sicherheit und die Zuverlässigkeit von Systemen.
(Ende)
Redakteur: Thomas Pichler
email: pichler@pressetext.com
Aussender: pressetext.com
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